Sehenswürdigkeiten in Lhasa: In Tibet auf dem Dach einer (neuen) Welt

Sehenswürdigkeiten in Lhasa: In Tibet auf dem Dach einer (neuen) Welt

Potala Palast in Lhasa

Hoch auf dem spektakulären tibetischen Hochplateau in etwa 3650 Meter liegt die Stadt Lhasa im heute chinesischen Verwaltungsbezirk Tibet. Als eine der höchsten Städte der Welt eröffnet Lhasa seinen Besuchern eine neue Welt aus Magie, Mystik und farbenfroher Folklore. Der Potala Palast des Dalai Lama, der Jokhang Tempel und der Norbulingka Palast ziehen die Gäste in ihren Bann. “Sitz der Götter” ist die wörtliche Übersetzung von Lhasa und so sind auch viele Sehenswürdigkeiten der Stadt (mehr zu den Top 5 Orte in Lhasa) den Göttern gewidmet.

Der festungsartige Potala Palast (Phodrang Potala) war vermutlich bereits im 7. Jahrhundert errichtet, doch wurde er vom fünften Dalai Lama umfassend umgebaut und erweitert. Seit dem 18. Jahrhundert ist der 14-stöckige Potala Palast die Winterresidenz der Dalai Lamas, während sie den Sommer im Norbulingka-Palast verbringen. Mit über 1000 Räumen und goldenen, üppig-ausgestatteten Grabstätten der verstorbenen Dalai Lamas ist der Potala Palast für viele Besucher die Hauptattraktion in Lhasa. Das religiöse und politische Zentrum des alten Tibets beherbergt zudem eine unerschöpfliche Anzahl von seltenen Relikten – einschließlich der in Gold gefassten handschriftlichen Aufzeichnungen aus dem Buddhismus. Auf geführten, einstündigen Touren bestaunen die Besucher die wertvollen Geschenke der chinesischen Kaiser – neben vielen anderen, oft unschätzbar wertvollen Antiquitäten.

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  • Der Jokhang Tempel (Tsuglagkhang) in Lhasa beherbergt kostbare Buddhastatuen – ein Geschenk der nepalesischen Prinzessin Bhrikuti anlässlich ihrer Hochzeit. Das vierstöckige Gebäude liegt am Barkhor Square im Zentrum von Alt-Lhasa.
  • Der Norbulingka Palast, die Sommerresidenz des Dalai Lama, liegt nur etwa 1km westlich des Potalla Palastes. Auf dem Komplex befinden sich derzeit ein kleiner Zoo, botanische Gärten und ein Herrschaftshaus.
  • Die Klöster der Stadt, die im 15. Jahrhundert gegründete Drepung sowie das Sera Monastery, stehen den Gästen der Stadt ebenfalls für einen Besuch offen. Im Drepung Kloster werden traditionell die jungen Dalai Lama auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet. Das Sera Kloster ist hingegen bekannt als ein Zentrum der tantrischen Lehre.
  • Das Tibet Museum an der Minzulu Road präsentiert Relikte zur gesamten tibetischen Geschichte. Wenn auch ein Schwerpunkt auf der “Friedlichen Befreiung Tibets” liegt, so ist das Museum definitiv einen Besuch wert. Am Eingang stehen kostenlose Audio-Guides in vielen Sprachen zur Verfügung.
  • Die Barkhor Street schlägt eine Runde um den Jokhang Palast. Die älteste Straße Lhasas, kreisförmig angelegt, beeindruckt auch heute noch mit ihrem authentischen Look & Feel des traditionellen Tibet. Händler verkaufen ihre handgefertigten Kunstwerke und buddhistische Pilger wandeln im Uhrzeigersinn, sich immer wieder niederwerfend und Mantras singend. Das angesagte New Mandala Restaurant bietet einen ausgezeichneten Blick über den Platz, der sich bei einem kühlen Bier und einem Mix aus nepalesischer, chinesischer und westlicher Küche genießen lässt.
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© boonsom – Fotolia.com

Der Weg zum “Sitz der Götter”

Die Stadt im Transhimalaja liegt am nördlichen Ufer des Lhasa He (tibetisch Lha Sa Gtsang Po, einem Nebenfluss des Yarlung Zangbo, und erstreckt sich heute auf über mehr als 10 Kilometern Länge. Gelegen an der Nationalstraße G318, führen Straßen aus den chinesischen Provinzen Sichuan (Chengdu) und Qinghai (Xining) zum Hochplateau im Himalaja, aber auch vom Nachbarland Nepal aus können Touristen nach Tibet einreisen (Einreiseerlaubnis unterliegt häufigen Änderungen). Der Intercity Bus Service steht ausländischen Touristen allerdings nicht zur Verfügung. Die in 2006 fertiggestellte Lhasabahn, die höchste Eisenbahnstrecke der Welt, ist ebenfalls an das chinesische Verkehrsnetz angeschlossen. Von Peking nach Lhasa sind es nun “nur noch” rund 50 Stunden. Der Flughafen von Lhasa liegt ungefähr 45 km außerhalb der Stadt.

Lhasa lässt sich gut zu Fuß erkunden. Fahrrad-Rickshaws und Taxis, die überall in der Stadt zur Verfügung stehen, bringen die Besucher an ihr Ziel. Auch Minibusse verkehren in Norbulingka, am Sera Kloster, dem Drepung Kloster sowie an vielen anderen Attraktionen. Busse halten vor dem Jokhang Temple oder auf dem Parkplatz des nahegelegenen Tsurphu Gompa Tempel. Auch Ganden Gompa, Nyemo (Dazi), Meldro Gungkar (Mozhugongka), Phenbo Lhundrub (Limzhou) und Chushul (Qushui), Taktse (Dazi), Gongkar (Gongga) sind an das Busnetz angeschlossen.

Kühle Temperaturen, berauschende Farben und viel Gastfreundschaft

Länderinfos:Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Lhasa liegt bei 15,3 Grad Celsius. Von Oktober bis April wird es merklich kühler, wenn die Temperaturen auch unter den Gefrierpunkt fallen können. Mit 8,3 Sonnenstunden täglich und 58 Regentagen pro Jahr zeigt sich das Hochplateau im tibetischen Himalaja seinen Besuchern oft lichtdurchflutet und in kristallklaren, ausdrucksstarken Farben. Majestätische Berge und eine mystisch erscheinende Kultur ziehen die Besucher in seinen Bann. Lhasa ist sicher einzigartig in seiner Kultur und der immer noch gelebten uralten Tradition.

Foto (oben): © wusuowei – Fotolia.com

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