Religiöse Feste und Feiertage im Buddhismus

Religiöse Feste und Feiertage im Buddhismus

Feste im Buddhismus

Wie auch im Christentum gibt es um Buddhismus eine Reihe von religiösen Feiertagen, die mit einem ganz bestimmten Ritual begangen werden. Sie orientieren sich an wichtigen Punkten im Leben Buddhas, wie zum Beispiel seiner Geburt, der Erleuchtung und schließlich seines Eintritts in Nirvana. Es gibt dabei zwei hauptsächliche Formen, um diese Feste zu begehen. Zum einen werden sie in Form einer Puja begangen, die der Andacht im Christentum ähnelt. Zum anderem werden große Straßenumzüge veranstaltet, die Charakter eines Volksfestes haben. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen asiatischen Kulturen noch weitere Feste, die hauptsächlich regional begangen werden.





Vesakh – der höchste buddhistische Feiertag

  • Das Vesakh Fest wird heute in allen buddhistischen Kulturen als wichtigstes Ereignis im Jahresablauf begangen. Es wird gemäß dem Lunissolarkalender zum Vollmond des vierten Monats begangen. Das Fest wir in Erinnerung an die Geburt, der Erleuchtung und des vollkommenen Erlöschens Buddhas gefeiert. Darüber hinaus wird dieses Fest heute auch als eine Vereinigungspunkt für alle buddhistischen Traditionen auf der ganzen Welt angesehen. So wird dieser Tag überall auf der Welt mit gebeten und Meditation begangen, auch werden einer Buddhafigur Blumengaben gebracht. Ein Umzug sorgt für eine besonders festliche Stimmung, in dem die Freude der Gläubigen zum Ausdruck kommt. Jeder Gläubige achtet zu diesem Feiertag auch die fünf Regeln des Buddhismus: kein Lebewesen zu töten, Enthaltsamkeit im Taten und Gedanken walten lassen, nicht zu lügen, keine Rauchmittel zu benutzen und nicht zu stehlen.

Innere Einkehr zu Uposatha

  • Ein ebenfalls universeller Feiertag des Buddhismus ist Uposatha. Er hat in den Ländern des Theravada Buddhismus die größte Bedeutung und wird nach dem alten Mondkalender berechnet. Sie werden am Vollmond- und Neumondtag begangen und ebenso an den beiden Halbmondtagen, die dazwischen liegen. Somit ist der Uposatha ein wöchentlicher Feiertag, der etwa den jüdischen Sabbath oder dem christlichen Sonntag gleichkommt. Die Gläubigen nutzen diesen Tag zum Meditieren und zum Besuch von buddhistischen Klöstern.

Die Kathina Zeremonie markiert die Regenzeit

  • Die Regenzeit dient den buddhistischen Mönchen zu intensiver Meditation und des Studiums. Zu dieser Zeit reisen sie nicht. Die Gläubigen sind während dieser Zeit zum besonders strengen Einhalten der buddhistischen Regeln angehalten. Zum Vollmond am Ende der Regenzeit wird dann die Kathina Zeremonie gefeiert. Traditionell war es den Mönchen während dieser Zeremonie erlaubt, eine neue Robe in Empfang zu nehmen, die von Gläubigen gespendet wurde. Heute werden nicht nur die Roben überreicht, sondern auch Sach- und Geldspenden an die Kloster gegeben, die zu deren Unterhalt beitragen.




Der Jahrestag der Geburt Buddhas in Japan

  • Das Geburtsfest Buddhas wird in Japan auch Kambutsue genannt und wird am 8. April jedes Jahres gefeiert. Dabei wird ein großes Blumenfest veranstaltet. In den Tempeln wir eine Statue Buddhas mit Blumen geschmückt und die Besucher bringen Blüten mit, die als Opfer dargebracht werden. Dabei findet man viele Kirschblüten vor, dass April auch die Zeit der Kirschblüte in Japan ist. Ebenfalls gibt es Umzüge mit vielen Festwagen. Hierzu schmücken sich die Menschen mit Kimonos in besonders leuchtenden Farben. Oft ist ein Festwagen mit einem weißen Elefanten versehen, der das Buddha Kind in einer Sänfte auf dem Rücken trägt.


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