Das Weihrauchöl als ganzheitliches Produkt verstehen

Das Weihrauchöl als ganzheitliches Produkt verstehen

© madeleinesteinbach - 123RF

Beim Gedanken an Weihrauch steigt sofort der süßlich milde, leicht zitronige Duft in die Nase. Viele kennen es überwiegend aus der Kirche. Allerdings kann es auch in Parfüms als Duftstoff vorkommen. Zur Herstellung von Weihrauchprodukten wird die Weihrauchpflanze, auch Weihrauchbaum genannt verwendet. Diese Pflanze gehört zur Gattung Boswellia und ist damit ein Balsambaumgewächs. Weihrauchbäume gibt es in verschiedenen Arten. Sie können, je nach Pflanzensorte zwischen 1,5 Meter und 8 Metern hoch werden. Sie wachsen wild in Afrika, allerdings nur in den Trockengebieten. Um Weihrauchöl herzustellen, wird das Harz der Bäume verwendet. Es gibt insgesamt 25 bekannte Weihrauchgewächse. Das Harz wird allerdings nur von vier dieser Weihrauchbäume genutzt. Dabei gibt es verschiedene Einsatzzwecke, wie beispielsweise auch medizinische Anwendungen, geerntet.

Hierfür wird Weihrauchöl verwendet

Enthalten sind über 200 Stoffe. Wie viel im Öl letzten Endes davon wirklich enthalten ist, ist abhängig von der Sorte des Weihrauchgewächses, aus welchem das Harz gewonnen wurde. Hier spielen vor allem auch der Standort sowie der Zeitpunkt der Ernte eine Rolle. Enthalten sind unter anderem Boswelliasäure, Schleim und Triterpene, welche medizinisch von Bedeutung sind. Zudem enthält das Öl Wasser, Harz, Gummi und ätherische Öle sowie Limonen, alpha- und beta-Pinen und Camphen. Seit Jahrtausenden wird das Weihrauchöl als Heilmittel verwendet.


Zudem kommt es auch in Kosmetik und pflegenden Produkten, wie Cremes oder Gele zum Einsatz. In Deutschland findet das Weihrauchöl in der Medizin seinen Nutzen. Hierfür wird ausschließlich indisches Weihrauchharz verwendet, welches vorher im Europäischen Arzneibuch eingetragen werden muss. Bevor es dann weiterverarbeitet wird, erfolgt eine Kontrolle im Bereich Herkunft, Reinheit und natürlich Qualität. Weihrauch hat eine entzündungshemmende Wirkung, welche offenbar schon in der Antike bekannt gewesen war, denn hier setzte man Weihrauch zur Behandlung von Wunden ein. Laut Studien soll Weihrauch auch bei Entzündungen von Organen wirken können und bei der Heilung beitragen, sofern es entsprechend eingenommen wurde.

Weihrauchöl für den gesamten Körper nutzen

  • Wird Weihrauchöl auf der Haut angewendet, so soll es neben der Wundheilung auch die Regeneration der Zellen fördern.
  • Zudem soll Weihrauchöl auch ein natürliches Anti-Aging Mittel sein, das die Haut glättet und die Spannkraft von Zellen und Gewebe unterstützen kann.
  • Sogar Dehnungsstreifen und Narben sollen geglättet werden können.
  • Wer unter Akne leidet kann das Öl sowohl auf der Haut anwenden als auch einnehmen.
  • Ebenso soll es gegen Ekzeme und allergische Reaktionen wirken können. Patienten, welche unter Nesselsucht oder Neurodermitis und Schuppenflechte leiden, wird häufig Weihrauchöl zur Linderung angeraten.
  • Neben Hautproblemen können auch Darmerkrankungen, Rheuma oder Arthritis durch Weihrauchöl behandelt werden, denn ihm wird eine schmerzlindernde Eigenschaft nachgesagt.
  • Ebenfalls soll durch die regelmäßige Anwendung auch eine Stärkung des Immunsystems gefördert werden.
  • Zudem gilt Weihrauchöl auch als angemessenes Therapeutikum bei Schmerzen und Schlafstörungen. Vor allem zur Beruhigung wurde es in der Antike gerne eingesetzt. Dabei wird es inhaliert und soll so Stress abbauen und Ängste reduzieren können.
Im Übrigen macht Weihrauchöl nicht abhängig und weist kaum Nebenwirkungen auf.

Zur Behandlung von chronischer Bronchitis oder bei asthmatischen Erkrankungen können durch eine Inhalation die Beschwerden gelindert werden. Bei einer Erkältung kann eine Inhalation mit Weihrauchöl ebenfalls dazu führen, dass die Symptome gelindert werden und die Erkältung zügiger abklingt.

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