Die buddhistischen Wege: Theravada, Mahayana und Vajrayana

Die buddhistischen Wege: Theravada, Mahayana und Vajrayana


Buddha hat innerhalb der 44 Lehrjahre den verschiedensten Menschen die unterschiedlichsten Ratschläge für die Lebensgestaltung gegeben. Dabei stand lang anhaltendes Glück und die Beseitigung von Schwierigkeiten an erster Stelle. Seine Aussagen stützten und orientierten sich dabei immer auf die jeweiligen Lebensumstände sowie der Fähigkeiten der Lernenden. Es entstand somit eine große Sammlung der buddhistischen Lehre. Da Buddha nie eine Unterteilung vornahm, entstanden einige unterschiedliche, buddhistische Lehrwege.

So sollen hier nur die Dreiteilung genannt sein. Die Theravada, der Diamantweg oder der Große Weg haben ihre Kernanwendung in der Meditation. Diese stellen keinen Gegensatz zueinander dar, sondern sind immer als verschiedene Wege, welche ineinander greifen.

Theravada (Schule der Ältesten, Kleiner Weg bzw. Kleines Fahrzeug)

Die Schule der Ältesten versteht sich als die älteste Form des Buddhismus. Sie findet als Schultradition immer noch in den Gebieten von Sri Lanka, Thailand sowie Kambodscha Anwendung. Hierbei geht es vor allem um Verhinderung von Leid und der Beruhigung des Geistes. Die Vermeidung von Alltagsschwierigkeiten ist ebenfalls eine Anwendungsform des Theravada.


Mahayana (Großer Weg bzw. Großes Fahrzeug)

Der Große Weg wird mit Mahayana bezeichnet. Im Mittelpunkt des Mahayana steht die Weiterentwicklung von Wissen sowie dauerhafte Liebe und außerdem Mitgefühl. Es versteht sich als Bereicherung des eigenen Lebens und der Leben anderer. Die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten sollen in dieser Form des buddhistischen Weges vervollständigt und gereift werden.

Vajrayana (Diamantweg)

Diamantweg oder auch Vajrayana genannt gehen ursprünglich auf Buddha zurück. Diese Lehre beinhaltet ein grundlegendes Vertrauen auf das Vorhandensein aller erleuchtenden Fähigkeiten eines jeden Lebewesen im Geiste. Die Beseitigung der Schleier vor den erleuchtenden Eigenschaften ist eine Kernlehre des Vajrayana.

Weitere Wege

Neben der Dreiteilung ist der Zen-Buddhismus als eine im sechsten Jahrhundert entstandene Lehre, welche sich auf das Mahayana orientiert. Hier stehen die Lehren Buddhas selbst an erster Stelle und wird den Schülern direkt vermittelt. Hierbei wird jedoch Wissen und übliche Konventionen als unnötiger Ballast betrachtet. Eine Erleuchtung oder Einsicht soll schlagartig zum Vorschein kommen. Eine Lebensvereinfachung und die Perfektionierung der Meditation wird durch dauerhaften Sitzen und Überlegungen über komplexe Fragestellungen bei diesem buddhistischen Weg praktiziert. Verbreitung findet der Zen-Buddhismus vor allem in Japan.

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Grafik: Dr. Stephan Schlensog. © Stiftung Weltethos.


Foto (oben): D. Kreikemeier / pixelio.de