Welche Bedeutung hat Weihnachten im Buddhismus?

Welche Bedeutung hat Weihnachten im Buddhismus?

Weihnachten im Buddhismus

Im Buddhismus kommt dem Weihnachtsfest keine wesentliche Bedeutung zu. Dies bedeutet aber nicht, dass das Weihnachtsfest generell als ein solches ignoriert wird.

Schnittstellen zwischen Buddhismus und dem Weihnachtsfest

Es gibt nämlich durchaus eine gewisse Beziehung zwischen dem Buddhismus und dem Weihnachtsfest. Nach westlichen Grundsätzen handelt es sich bei dem Weihnachtsfest um das Fest der Liebe. Dies zeigt sich in der Tradition, in diesen Tagen seine Mitmenschen u. a. mit Geschenken zu beglücken. Genau hier findet sich die Schnittstelle zwischen dem christlichen Weihnachtsfest und der buddhistischen Religion.

Denn es entspricht der buddhistischen Religion, aus freiem Herzen zu geben. Dieses Geben aus freiem Herzen ist Ausdruck einer elementaren buddhistischen Lebenshaltung. Entsprechend der buddhistischen Religion geht es auch darum, das so genannte Karma günstig zu beeinflussen, indem Mitmenschen beispielsweise beschenkt werden. Weihnachtlichen Tugenden kommt folglich im Buddhismus ein hoher Wert zu, ohne dass dieses Fest als solches eine darüber hinausgehende grundsätzliche Bedeutung hat


Weihnacht als Botschaft des guten Willens

Buddhisten, die beispielsweise in der westlichen Welt leben, begehen somit auch durchaus das Weihnachtsfest, allerdings auf einer etwas anderen Art und Weise. Die Betonung liegt dann weniger auf dem materiellen Wert eines Geschenkes, zumal es mehr um den Akt des Gebens als solchen geht. Im Buddhismus ist ein Geschenk ein Ausdruck der Liebe für den Anderen. Insoweit geht es mehr um die Vermittlung dieser Botschaft des guten Willens, sodass der materielle Wert eines Geschenkes in den Hintergrund tritt. Da im Buddhismus Werte und Tugenden wie Mitgefühl, Liebe und das Schenken von so überragender Bedeutung sind, stellt das Weihnachtsfest im Buddhismus die Rückbesinnung auf diese Werte dar.

Weihnachten als Familienfest

Der Buddhist nimmt zwar auch die Geburt Jesu zur Kenntnis, nur feiert er diese nicht, zumal das Weihnachtsfest für den Buddhisten keinerlei religiöse Bedeutung hat. Es ist vielmehr das buddhistische Vesakh-Fest im Frühjahr, zu dem Buddha Geburt, seine Erleuchtung und dessen Tod gefeiert werden. Dieses Fest ist damit vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest. Wie das christliche Weihnachtsfest markiert es einen Umbruch. Nämlich den von der Trockenzeit zur Regenzeit.

Das christliche Weihnachtsfest hingegen den Umbruch zu den allmählich längeren Tagen.

Allerdings sieht der Buddhist, der in der westlichen Welt verankert ist, dieses christliche Weihnachtsfest zumindest als ein “gesellschaftliches Ereignis“, in dem die oben erwähne Rückbesinnung auf buddhistische Werte erfolgt. Folglich kann treffenderweise formuliert werden, dass der Buddhist das Weihnachtsfest begeht, dieses allerdings entkleidet von seinem religiösen Charakter.

Fazit: Folglich feiert auch manch ein Buddhist Weihnachten; dies aber vor einem anderen Hintergrund

Foto: © delightsoft99/istockphoto.com

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