Feng Shui – So wird das neue Haus zur Wohlfühloase

Feng Shui – So wird das neue Haus zur Wohlfühloase

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In den eigenen vier Wänden rundum wohl fühlen – das ist bei vielen der größte Wunsch, wenn Sie ein Einfamilienhaus bauen. Immerhin kehrt man nach der Arbeit nach Hause zurück und möchte sich hier entspannen und vom Alltag abschalten. Doch selbst wenn die Wohn- und Schlafzimmer hochwertig eingerichtet sind und grundsätzlich dem persönlichen Geschmack entsprechen, kann es manchmal dazu kommen, dass man einfach nicht abschalten kann. Gründe dafür können in der falschen Anordnung der Möbel und vielen weiteren Details liegen, an die man vielleicht gar nicht denkt. Genau damit befasst sich Feng Shui, das in China bereits seit Jahrtausenden bekannt ist.

Woher Feng Shui eigentlich kommt

Bei Feng Shui handelt es sich um eine uralte Tradition. Die Harmonielehre war schon vor 3.000 Jahren im alten China bekannt. Schon das älteste Buch der Welt I Ging, welches vermutlich aus dem Jahr 771 v. Chr. stammt, beschäftigt sich mit den Grundideen der Lehre. Wie genau Feng Shui entstand, ist weithin unbekannt. Man geht allerdings davon aus, dass es über Generationen weitergegeben wurde. Wahrscheinlich ist, dass erste Feng Shui Praktiken im Ahnenkult Verwendung fanden. Im alten China glaubte man, dass man mit den Seelen der Verstorbenen auch nach deren Tod in Verbindung treten kann. Daher suchte man nach dem idealen Platz für die letzte Ruhestätte der Liebsten.

In den weiteren Jahren nützte die Harmonielehre auch dabei, gute Anbaugebiete für Lebensmittel zu finden. Außerdem fing man an, Siedlungen nach Feng Shui an jenen Orten zu errichten, die gegen Witterungseinflüsse immun waren. Immer mehr Regeln entstanden und auch die heute noch angewendete Methode BaGua Feng Shui. Sie geht auf den „Leonardo da Vinci des Fernen Ostens“ Zhuge Liang zurück. Er verwendet für die Einteilung acht Trigramme, die ursprünglich zur Entwicklung von Militärstrategien diente. Heute setzt man seine Lehre auch im Wohnbau um.

Den Wohnraum nach Feng Shui gestalten

Manchmal kommt es zu Schlafstörungen ohne dass man weiß, was Gründe davon sind. Oder man kann sich an dem Schreibtisch zu Hause einfach nicht konzentrieren. In solchen Fällen ist es möglich, dass äußere Umstände eine Rolle spielen. Feng Shui ist heute so aktuell wie nie zuvor. Selbst mit kleinen Veränderungen nach den Grundsätzen der Harmonielehre ist es möglich, für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Hier einige Tipps dazu:


  • Feng Shui beschäftigt sich mit Klarheit im Unterbewussten. Daher steht vor jeder Umgestaltung eine Entrümpelung. In den meisten Wohnungen und Häusern haben sich Gegenstände angesammelt, die man schon längst nicht mehr braucht. Daher sollte man sich vom Dachboden bis zum Keller von all jenen Utensilien trennen, die man schon seit Jahren nicht mehr verwendet hat.
  • Licht spielt im Feng Shui eine entscheidende Rolle. Selbst dunkle Flecken im Wohn- oder Schlafzimmer kann man mit hellen Dekorationsartikeln aufwerten
  • Spiegel haben im Feng Shui eine ganz besondere Bedeutung. Sie sollten genau dort eingesetzt werden, wo sie für positive Energie sorgen.
  • Wichtig ist auch, auf alte Grundbedürfnisse des Menschen zu achten. Ein Sofa zum Beispiel benötigt immer eine Wand im Hintergrund. Nur dann fühlt man sich von Grund auf wohl

Egal in welchem Raum, die Farbgestaltung spielt im Feng Shui eine entscheidende Rolle. Gelb wird zum Beispiel für Arbeitszimmer eingesetzt, weil es als aktive Farbe gilt und den Denkprozess anregt. Braun- und Beigetöne hingegen fördern einen die Nachtruhe und sind daher eine gute Wahl für das Schlafzimmer. Grün gilt zwar als harmonisch, sollte jedoch nur begrenzt eingesetzt werden da es auch für Stillstand steht. Hellblau ist wie man schon vermuten könnte, für Badezimmer ideal. Weiß kommt in China nicht so oft vor wie in Mitteleuropa, weil es dort die Farbe der Trauer ist. Liebe, Wachstum und Freude verkörpert rot. Es soll böse Kräfte abhalten, wirkt jedoch anregend. Daher ist die Farbe für Menschen weniger geeignet, die ohnehin schwer zur Ruhe kommen.

Tipps für das Schlafzimmer

Wer ein neues Einfamilienhaus bauen möchte, hat noch dazu die Möglichkeit, sich mit der richtigen Ausrichtung der Räume zu befassen. Morgenmenschen können ihren Schlafraum ruhig im östlichen Teil des Gebäudes errichten. Wer zu den Nachteulen zählt, fühlt sich auch in einem nach Westen ausgerichteten Schlafzimmer wohl. Kaum zur Ruhe kommt man in Schlafräumen an der Südseite. Eine Lage zum Garten hin ist nicht nur wegen der Ruhe empfehlenswert. Darüber hinaus bringt die Grünoase positive Energie ab, die zu besserem Schlagklima führt. Nach Grundsätzen des Feng Shui sollten Schlafräume außerdem nicht neben oder gegenüber der Toilette liegen.

Auch der Standort des Bettes hat eine große Auswirkung auf den Schlafkomfort. Experten der Feng Shui Lehre empfehlen, dass man mit dem Kopf zur Türe schläft. Das ist zwar etwas ungewöhnlich, sorgt jedoch für tiefen Schlaf. Außerdem sollte am besten das Bett am Haupt und Ende von einer Wand eingerahmt sein. Auch eine gewisse Entfernung zum nächsten Fenster ist einzuhalten: 2,5 Meter sollte der Abstand betragen. Laut Feng Shui sollte ein gutes Bett so wenig Metall wie möglich enthalten und vorwiegend aus Naturmaterialien gefertigt sein.

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