Schlafstörungen: Ursachen und Maßnahmen

Schlafstörungen: Ursachen und Maßnahmen

Schlafstörungen

Ein ausreichender Schlaf ist sehr wichtig für die Gesundheit, auch wenn der Schlafbedarf der Menschen sehr stark schwankt und von Mensch zu Mensch variiert. Mit zunehmendem Lebensalter verändert er sich ebenso. Es gibt viele Menschen, die unter einer Schlafstörung leiden. Dazu zählt schlecht einschlafen oder nicht durchschlafen zu können, morgens zu früh aufzuwachen, zu schnarchen oder nachts nach Luft zu ringen, tagsüber immer wieder wegzudösen etc. Die Schlafprobleme haben sehr viele Gesichter und auch zahlreiche Ursachen.

 

Wann wird von einer Schlafstörung gesprochen?

Mal einige Nächte nicht richtig schlafen zu können, reicht noch nicht aus, um es als Schlafstörung bezeichnen zu können.

Als Schlafstörung wird gesprochen, wenn das Leben und der Alltag aufgrund des mangelnden Schlafes beeinträchtigt sind.

Die Symptome sind eine so genannte Tagesmüdigkeit und eine Einschlafneigung während des Tages, die daraus resultiert. Schnell einzuschlafen, ist eine Wohltat für den Körper und insbesondere für uns selbst. Eine Einschlafstörung liegt vor, wenn mehr als 30 Minuten bis zum Einschlafen vergehen. Von einer Durchschlafstörung wird gesprochen, wenn nach einem nächtlichen Aufwachen bis zum erneuten Einschlafen über eine halbe Stunde vergeht. Als Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus gilt, wenn zu normalen Zeiten nicht geschlafen werden kann. Eine starke Schläfrigkeit am Tage liegt beim ungewollten Einschlafen tagsüber vor. Es gibt viele Menschen, die sich sehnlichst wünschen, endlich mal wieder richtig schlafen zu können, am Morgen ausgeruht zu erwachen und aktiv in den Tag zu starten.

Ursachen von Schlafstörungen

Die Ursachen für Schlafstörungen sind sehr vielfältig:


  • Eine der häufigsten Ursachen sind psychische Gründe (mehr unter www.gesundheitsfrage.net), denn Schlafstörungen werden in sehr vielen Fällen durch psychische Faktoren, beispielsweise Stress, Ärger oder sonstige seelische Belastungen hervorgerufen.
  • Weitere Ursachen für Schlafstörungen sind beispielsweise Lärm, helles Licht, körperliche Schmerzen, Schlafapnoe (Atempausen während des Schlafs) etc. Schlafstörungen können zudem aus physiologischen Gründen entstehen, beispielsweise die Schichtarbeit, aufgrund derer ein regelmäßiger Schlaf zu festen Zeiten nicht gewährleistet ist.
  • Zu den pharmakologischen Gründen für Schlafstörungen zählen unter anderem der Alkohol- und Kaffeekonsum oder Nebenwirkungen von Medikamenten.
Johan Larson – fotolia.com

Maßnahmen gegen Schlafstörungen

Es gibt einige wertvolle Maßnahmen, die Schlafstörungen beseitigen können.

  • Dazu zählt beispielsweise ein gemäßigter Sport ein paar Stunden vor dem Schlafengehen, denn dies macht müde. Jedoch sollte kurz vor dem Schlafengehen Bewegung vermieden werden, denn dies macht hingegen munter. Stattdessen sollte entspannenden Tätigkeiten wie Spazieren gehen oder Lesen nachgegangen werden, um sich ausreichend entspannen zu können.
  • Zudem sollte das Schlafzimmer gut durchlüftet und wenn überhaupt nur schwach beheizt werden. Es ist empfehlenswert, vor dem Schlafengehen zu lüften.
  • Des Weiteren sollten abends schwer verdauliche Mahlzeiten gemieden werden und auch auf stimulierende Getränke wie Kaffee, Cola und Alkohol sollte verzichtet werden. Beim Alkohol sollte bedacht werden, dass dieser zwar das Einschlafen fördert, das Durchschlafen jedoch wird erschwert.
  • Nachts sollten Licht und Geräusche vermieden werden und es ist ratsam, erst bei eintretender Müdigkeit ins Bett zu gehen.
  • Auch regelmäßige Schlafgewohnheiten wirken sich positiv auf das Schlafverhalten aus. Es ist empfehlenswert, am Abend immer zur gleichen Zeit zu schlafen und morgens immer die gleiche Zeit aufzustehen, um abends rechtzeitig und schnell müde zu werden. Daraus entwickelt sich ein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Auch Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können helfen, Schlafstörungen vorzubeugen.

 

Folgen von Schlafstörungen

Die Folgen von Schlafstörungen sind ebenso sehr vielfältig und hängen von Dauer, Intensität, Ursachen sowie dem jeweiligen Empfinden des Betroffenen ab. Zu den möglichen Symptomen, die sich aus Schlafstörungen entwickeln können, zählen Konzentrationsschwäche, Nervosität, Reizbarkeit, Zerschlagenheit, emotionale Störungen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und einem gesteigerten Schmerzempfinden. Es gibt viele Menschen, die unter gelegentlichen Schlafstörungen leiden (mehr lesen).

Kurzfristige Schlafstörungen erfordern keine Behandlung, denn in der Regel wieder verschwinden sie bald wieder von selbst. Längerfristige Schlafstörungen machen den Menschen schon mehr zu schaffen und viele Menschen greifen in diesem Fall zu Schlaftabletten. Nicht immer ist dies empfehlenswert, da sich der Körper sehr schnell an das Einnehmen von Schlaftabletten gewöhnt. Zudem werden aufgrund der Gewöhnung an die Medikamente häufig immer höhere Dosen benötigt und die Entwöhnung ist umso schwerer. Ein weiterer Nachteil der Schlaftabletten ist, dass die Wirkung auch morgens noch anhalten kann und der Betroffene sich dementsprechend fühlt. Es ist daher empfehlenswert, es möglichst ohne Schlaftabletten zu versuchen.

Wann sollte der Betroffene bei Schlafstörungen einen Arzt konsultieren?

Wenn die Schlafstörungen intensiv sind und lange anhalten, sollte ein Arzt konsultiert werden. Die Diagnostik der vorliegenden Schlafstörung kann eine Untersuchung im Schlaflabor erforderlich machen. Hierbei verbringt der Patient ein oder manchmal auch mehrere Nächte im Schlaflabor und für die Diagnose werden wichtige Werte aufgezeichnet.

Foto (oben): © Dan Race – Fotolia.com

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