Die Lebensweise von buddhistischen Mönchen

Die Lebensweise von buddhistischen Mönchen

Buddhistische Mönche beim Beten

Buddhistische Mönche widmen sich zahlreichen religiösen Übungen, die für einen Großteil buddhistischer Klöster gelten. Ihr Leben wird bestimmt von buddhistischen Regeln, deren Ideale Bedürfnislosigkeit und Genügsamkeit sind und die die Basis sind für ihre spirituelle Entwicklung. In der buddhistischen Tradition wird unterschieden zwischen Menschen, die einen Beruf ausüben und in einer Familie leben, den sogenannten Laien, und denen, die als buddhistische Mönche den Weg der Entsagung und Läuterung gehen und ihrer geistigen Entwicklung folgen. Während sich die Laien darauf konzentrieren, die Mönche durch Almosen zu unterstützen, nehmen die Mönche ihre Aufgabe spiritueller Freund der Laien wahr und unterrichten diese in der buddhistischen Lehre.

Vier erforderliche Dinge: Almosenspeise, Kleidung, Unterkunft und Medizin

Die buddhistischen Regeln werden Vinaya genannt und sind ein Training für Körper, Geist und Sprache, das zusammen mit der spirituellen Lehre, dem Dhamma, die spirituelle Entwicklung fördert. Ein buddhistischer Mönch sollte nur bei passender Gelegenheit die Lehren Buddhas weitergeben, also nur dann, wenn ein Laie eine Unterweisung wünscht und auch ernsthaft zuhören möchte.

Der Vinaya definiert den Status eines buddhistischen Mönchs, der ohne persönlichen Besitz auf die Unterstützung der Anderen und auf Almosen angewiesen ist. Die Gabe von vier erforderlichen Dingen, nämlich Nahrung, Unterkunft, Kleidung und Medizin können Laien anbieten. Auf diese praktische und weltliche Weise drücken Laien Ihre Anerkennung und ihr Vertrauen in die buddhistische Gemeinschaft aus.


  • Auch wenn buddhistische Mönche täglich eine Almosenrunde durch die Straßen unternehmen, sollten sie nicht direkt um Nahrung bitten. Stattdessen bekunden die Laien ihre Bereitschaft zu spenden dadurch, dass sie mit Essen am Straßenrand stehen und die Mönche einladen, die Essensgaben anzunehmen. Unterstützer können die Mahlzeit auch direkt ins Kloster bringen. Gespendet wird oft auch bei besonderen Gelegenheiten, beispielsweise an Festtagen, an Mondtagen, im Gedenken an Verstorbene und an Geburtstagen.
  • Die ideale Unterkunft für einen buddhistischen Mönch ist einfach, ruhig und einsam. Sie soll nicht unbequem sein, die Gesundheit nicht beeinträchtigen und auch nicht zu luxuriös sein. Die Unterkunft darf möbliert sein, allerdings unter praktischen Gesichtspunkten und bescheiden. Gemeint ist ein einfaches Bett, das nicht zu hoch und nicht luxuriös sein darf.
  • Nach dem Vinaya dürfen buddhistische Mönche drei Grundroben besitzen, die sie ursprünglich selbst nähten, die heute jedoch auch als fertige Roben gekauft werden können. Je nach Klima können die Roben durch T-Shirts, Socken und Pullover ergänzt werden.
  • Nach den Regeln des Vinaya ist alles, was man isst oder trinkt und das nicht als Nahrung bezeichnet wird, Medizin. Dazu gehören belebende Substanzen wie Kaffee oder Tee ebenso wie naturheilkundliche und homöopathische Heilmittel sowie Vitamine und solche Mittel, die in Zeiten des Hungers, der Ermüdung oder Schwächung einen Nährwert haben wie Fruchtsaft, Zucker oder Honig. Anders als Nahrungsmittel, die nur zu bestimmten Zeiten am Tag verzehrt werden dürfen, darf Medizin auch über Nacht aufbewahrt werden.

Erlaubte und unpassende Gegenstände

Trotz der Entsagung gibt es einige Bedarfsgegenstände, die buddhistische Mönche besitzen dürfen. Das waren früher Nähnadeln, Werkzeug und ein Rasiermesser, während in heutiger Zeit unter anderem elektronische Geräte, Bücher, eine Taschenlampe oder auch Stifte erlaubt sind, die jedoch möglichst einfach und funktionell sein sollten. Zu den unpassenden Gegenständen gehört luxuriöses Eigentum wie beispielsweise eine teure Uhr, deren Besitz bei anderen Menschen Neid auslösen könnte, ebenso wie der Besitz von Geld.


Foto (oben): © yaryhee – Fotolia.com

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